Repricing mit Strategie: Wettbewerbsfähig bleiben, ohne unnötig Marge abzugeben
Written by Nicole Hölscher. Posted in News, Software No Comments
Auf Marktplätzen kann sich eine Wettbewerbssituation innerhalb kurzer Zeit verändern. Ein anderer Händler senkt seinen Preis, ein Angebot ist vorübergehend nicht verfügbar oder ein neuer Wettbewerber taucht auf. Wer Preise manuell beobachtet und anpasst, reagiert häufig erst dann, wenn Sichtbarkeit oder Verkäufe bereits zurückgegangen sind.
Die naheliegende Lösung ist automatisiertes Repricing. Doch dabei entsteht schnell ein neues Problem: Automatisierung darf nicht bedeuten, dass Preise unkontrolliert sinken und die eigene Marge unter Druck gerät.
Der neue brickfox Repricer verbindet deshalb die automatische Marktbeobachtung mit klaren Regeln, Simulationen und nachvollziehbaren Entscheidungen.
Was ein Repricer im Alltag lösen soll
Ein Repricer sollte nicht einfach den niedrigsten Preis im Markt suchen. Eine sinnvolle Preisstrategie muss mehrere Faktoren berücksichtigen:
- Welche Position soll ein Angebot im Wettbewerb erreichen?
- Welcher Mindestpreis darf nicht unterschritten werden?
- Wie häufig darf sich ein Preis innerhalb eines Zeitraums ändern?
- Welche Wettbewerber sollen berücksichtigt werden?
- Soll die Featured Offer beziehungsweise BuyBox angestrebt werden?
- Wie stark darf ein Preis in einem Schritt steigen oder sinken?
Diese Entscheidungen sollten nicht bei jeder Preisänderung erneut manuell getroffen werden müssen. Gleichzeitig müssen sie kontrollierbar bleiben.
Genau dafür kannst du im brickfox Repricer eigene Strategien und Preisleitplanken definieren.
Automatischer Live-Marktabgleich nach deinen Regeln
Der Repricer gleicht die Marktsituation automatisch mit deiner hinterlegten Strategie ab. Du legst beispielsweise fest, ob die Featured Offer angestrebt wird und mit welchem Betrag ein Wettbewerber gegebenenfalls unterboten werden darf.
Dabei kannst du bestimmte Angebote aus dem Vergleich ausschließen, etwa Amazon Retail, oder Kriterien wie Artikelzustand und Versandart berücksichtigen.
Der Preis wird also nicht losgelöst vom Markt verändert. Die Anpassung folgt einer von dir festgelegten Logik.
Mindestpreise schützen die Kalkulation
Ein günstigerer Preis kann die Verkaufswahrscheinlichkeit erhöhen. Er ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Bestellung weiterhin wirtschaftlich bleibt.
Deshalb lassen sich im Repricer klare Unter- und Obergrenzen hinterlegen. Mindestpreise können beispielsweise aus dem Verkaufspreis beziehungsweise einer definierten Preisbasis abgeleitet werden. Für den Maximalpreis kann unter anderem die UVP als Grundlage dienen.
Zusätzliche Schutzmechanismen begrenzen:
- die Anzahl der Änderungen innerhalb eines Zeitfensters
- die maximale Preisänderung pro Schritt
- absolute oder prozentuale Veränderungen
- Mindestdifferenzen zwischen zwei Preisen
- gewünschte Rundungen und Preisendungen
Damit reagiert der Repricer auf den Wettbewerb, ohne die wirtschaftlichen Leitplanken aus den Augen zu verlieren.
Preisentscheidungen zunächst simulieren
Bei einer automatisierten Preissteuerung ist Vertrauen wichtig. Deshalb musst du eine neue Strategie nicht sofort live anwenden.
Im Dry-Run erstellt der Repricer zunächst nur Vorschläge. Im Simulator kannst du konkrete Wettbewerbssituationen nachstellen oder aktuelle Marktdaten laden. Du siehst anschließend, welchen Preis das System empfehlen würde und aus welchem Grund.
So lassen sich Regeln prüfen und anpassen, bevor tatsächlich Preise an den Marktplatz übertragen werden.
Das ist besonders hilfreich, wenn du erstmals mit Repricing arbeitest, neue Sortimente integrierst oder eine bestehende Strategie verändern möchtest.
Viele Artikel automatisiert zuordnen
Bei großen Sortimenten wäre es wenig hilfreich, jede SKU einzeln einer Repricing-Strategie zuzuweisen.
Deshalb kannst du Artikel anhand von Kriterien wie Marke, Kategorie oder Attributen automatisch zuordnen. Ein geplanter Lauf prüft regelmäßig, welche Produkte die festgelegten Bedingungen erfüllen.
Für einzelne Artikel bleiben individuelle Einstellungen möglich. So kannst du beispielsweise abweichende Mindest- und Maximalpreise, eine besondere Zielposition oder einen Fixpreis hinterlegen.
Die Automatisierung übernimmt damit die Masse, während Ausnahmen weiterhin gezielt steuerbar bleiben.
Jede Entscheidung bleibt nachvollziehbar
Automatische Systeme sollten nicht zur Blackbox werden.
In der Entscheidungshistorie zeigt der brickfox Repricer unter anderem:
- wann eine Prüfung durchgeführt wurde
- welche Strategie angewendet wurde
- welcher Preis zuvor gültig war
- welcher neue Preis vorgeschlagen wurde
- ob die Änderung übernommen wurde
- warum sich der Preis geändert hat oder unverändert blieb
Du kannst dadurch auch im Nachhinein nachvollziehen, wie eine Preisentscheidung zustande gekommen ist.
Repricing direkt im Multichannel-System
Ein weiterer Unterschied liegt in der Einbindung: Der Repricer ist kein separates Werkzeug, das unabhängig von Produktdaten, Beständen und Marktplatzprozessen arbeitet.
Er ist direkt in brickfox integriert. Damit befindet sich die Preissteuerung dort, wo auch die übrigen Commerce-Daten und Vertriebskanäle zusammenlaufen.
Das reduziert Systemwechsel, zusätzliche Schnittstellen und voneinander getrennte Regelwerke. Vor allem bei mehreren Marktplätzen oder umfangreichen Sortimenten kann das den laufenden Aufwand deutlich verringern.
Fazit: Automatisieren, ohne die Kontrolle abzugeben
Manuelles Repricing ist bei vielen Artikeln und dynamischen Marktplätzen kaum dauerhaft zu bewältigen. Eine rein preisgetriebene Automatisierung birgt jedoch das Risiko, Margen unnötig zu reduzieren.
Der brickfox Repricer verbindet beide Anforderungen: Er reagiert automatisiert auf die Marktsituation, hält sich dabei aber an deine Strategie und deine Preisgrenzen.
Dry-Run, Simulator und Entscheidungshistorie sorgen dafür, dass du die Logik zunächst prüfen und später jederzeit nachvollziehen kannst.
So wird Repricing nicht zum automatischen Preiskampf, sondern zu einem kontrollierbaren Bestandteil deiner Marktplatzstrategie.